Die Magenbypass-Operation ist vorwiegend für Menschen geeignet, die unter starkem Übergewicht (Adipositas) leiden. Bevor es zur Operation kommt, werden im Vorfeld zusätzlichÄrzte, wie Ernährungsberater, sogenannte Diätassistenten, Psychologen aber auch Physio- und Psychotherapeuten zu Rate gezogen und in die Behandlung mit eingebunden.

Ratsam ist ein Magenbypass bei einem BMI über 40. Eine Magenbypass-Operation ist aber auch schon ab einem BMI über 35 möglich, sofern Erkrankungen vorliegen, die durch das Übergewicht ausgelöst wurden.

Für viele Menschen ist eine Operation oft die einzige Möglichkeit um ihr Gewicht zu reduzieren, da sie Diäten langfristig nicht durchhalten und sie sich auf Grund ihres enormen Übergewichtes auch  nicht sportlich betätigen können.

Bei der sogenannten Magenbypass-Operation wird der Magen verkleinert indem ein kleiner Vormagen abgetrennt und an diesen eine Dünndarmschlinge angeschlossen wird. Die Verdauungssäfte werden erst etwa 1,80m entfernt von dieser hochgezogenen Dünndarmschlinge wieder in den Darm geleitet, so dass die Nahrungsaufnahme durch den kleinen Vormagen erheblich reduziert ist. Der kleinere Magen wird schneller voll und somit tritt ein früheres Sättigungsgefühl ein. Gleichzeitig kann die Nahrung in geringerem Maße vom Körper ausgenutzt werden. Der abgetrennte Magen bleibt im Körper.

Wer abnehmen möchte und sich für einen Magenbypass entscheidet, sollte gewisse Voraussetzungen erfüllen.  Zum Beispiel müssen bereits einige Diätversuche unternommen worden sein und der Abnehmwillige muss belegen, dass diese Versuche nicht zum gewünschten Erfolg  geführt haben. Ein solcher Eingriff wird grundsätzlich nur an Übergewichtigen durchgeführt, die das 14te Lebensjahr bereits abgeschlossen haben.

Jede Operation birgt Risiken, die im Vorfeld mit den Ärzten besprochen werden sollten. Postoperative Komplikationen treten in 15 bis 18 Prozent aller Fälle auf.

Postoperative Folgen können sein:
  • Blutungen aus den Hautschnittstellen
  • Lungenembolie
  • Lungenentzündung
  • Magendurchbrüche
  • Magenwanddurchbrüche
  • Magenblutungen

Die 30-Tages-Mortalität liegt aber bei einer Magenbypass-Operation unter einem Prozent.

Wer sich dennoch für den Magenbypass entscheidet, der kann – sofern keine Komplikationen auftreten – einige positive Vorteile genießen. So werden in der Regel 80 Prozent des Übergewichts nach einem Eingriff verloren. Auch die Folge- und Begleiterkrankungen, die durch das starke Übergewicht verursacht wurden, gehen meist drastisch zurück bzw. werden geheilt. Ebenso ist es möglich, dass sich die Blutwerte deutlich bessern oder eine Zuckererkrankung abklingt, an der viele Übergewichtige oft leiden.

Viele Menschen berichten von einem gesteigerten Selbstwertgefühl durch den Gewichtsverlust nach dem Eingriff. Wichtig ist, dass nach einer erfolgreichen Operation keine hochkalorienhaltigen Getränke konsumiert werden bzw. die Nahrung nicht in Breiform aufgenommen wird. Diese Ernährungsweise kann dem Magen nämlich sehr viel weniger deutlich signalisieren, dass dieser bereits voll ist und ein Abnehmen wird somit erschwert.

 

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